Mitten in unserem Wohngebiet, wird die zukünftige Nutzung von uns bestimmt. Die Nutzung umfaßt alle Lebensbereiche, ohne Diskriminierung. Im Vordergrund steht Wohnen, Arbeiten und Freizeit, verbunden mit dem Denkmalschutz, mit dem Aspekt Handwerk+Energie.

Donnerstag, 19. Juni 2008

Leuchtwerbung am Gasometer

Leuchtwerbung am Gasometer

Beitrag zur „Bürgerinitiative Gasometer“-Veranstaltung am 12. Juni 2008 im Rathaus Schöneberg von Cornelia Köster


Ob das Thema eine Marginalie oder einen Kernpunkt des Bauprojekts darstellt, darüber war sich die Bürgerinitiative nicht einig...


Erstmal ein längeres Zitat:

An den oberen zwei Ringen des Gasometer-Skeletts wird ein Leuchtdiodennetz nachts weit über dem Stadtteil Schöneberg sichtbar sein.

Die Ausrichtung des 33 x 20 m, also 660 Quadratmeter großen LED-Netzes im Querformat orientiert sich zum Fernbahnhof Südkreuz und zur Stadtautobahn im Süden.

Üblich wird das Abspielen von DVDs, deren Inhalt über ein Webinterface von der Firmenzentrale in Neuss eingepflegt wird.

Inhalte sollen möglichst zeitgleich und ortsbezogen sein.

Geplant ist die Bespielung von 10-Sekunden-Werbespots mit Wiederholung alle 2

Minuten.

Insgesamt werden maximal 10 Spots gesendet.

Auflage der Bezirksverwaltung ist, daß 20% davon kultureller Inhalt sein soll.

Für die Sanierung des Gasometer-Stahlskeletts werden 3 Mio. Euro benötigt.

Die Sanierung soll durch die Webeeinahmen finanziert werden.

Tagsüber wird das Industriedenkmal visuell nicht beeinträchtigt,

nur nachts „nach der Dämmerung“ soll Europas größter ‚Night Screen’ zum Einsatz kommen, der sog. ‚Werbestar am Himmel’.


Zu verdanken haben wir diese projektierte Belästigung dem „Projekt Zukunft“ –

einer „landesweiten Initiative“ von Harald Wolf (dem Berliner Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen sowie Mitglied der Partei „Die Linke“), die den „Strukturwandel Berlins zur Informations- und Wissensgesellschaft“ vorantreiben möchte. Dafür wurden Subventionen des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)“ locker gemacht.


[Die deutsche Hauptstadt ist also ein „regionaler Entwicklungsstandort“ und muß „zu einem international anerkannten, wettbewerbsfähigen und attraktiven Standort“ fortentwickelt werden.]

weiter,...